Wissenswertes
Was ist Schleifgetreide?
Mittels eines speziellen Schleifprozesses werden verschiedene Biogetreidearten (Dinkel, Emmer, Einkorn, Lichtkornroggen, Nackthafer als glutenfreie Variante, u.a.…) dahingehend veredelt, als dass sie Kocheigenschaften wie der uns bekannte Reis erlangen. Dies ermöglicht, dass dieses gesunde Bio-Getreide in der täglichen Küche auf eine einfache Weise integriert werden kann. Das Endprodukt ist wie der uns bekannte Reis zu verwenden. Die einzelnen Getreidearten entfalten beim Kochen unterschiedlich ausgeprägte nussig-kernige Geschmacksnuancen, sowie unterschiedlich ausgeprägte Farbmuster.
Man kann somit jederzeit den Reis in herkömmlichen Reisrezepten mit dem angebotenen „Getreidereis“ 1 zu 1 ersetzen. Er eignet sich ideal als Beilage zu Fleisch- und Fischgerichten, zur Herstellung von Pfannengerichten, Bowls, Suppen, Süßspeisen, u.v.m... Kunden berichten davon, dass sie den gekochten Getreidereis z.B. zu Obstsalat dazugeben und ihre Kinder diese Variante lieben – gibt es eine bessere Bestätigung für die Integration eines Neuproduktes in den Speiseplan?
Mit diesen geschliffenen Getreidevarianten soll keineswegs der uns bekannte Reis verdrängt werden, vielmehr soll das Thema Bio-Getreide neu gedacht und mit diesen innovativen „Bio-Reisalternativen“ eine nachhaltige, umwelt- und ressourcenschonende Richtung beschritten werden. Die geschliffenen Getreidevarianten sollen und werden euren Speiseplan kulinarisch mit regionalen, gesunden und erprobten Bio-Produkten erweitern und bereichern.
Was ist Tempeh?
Tempeh stammt ursprünglich aus Indonesien und gehört dort zur täglichen Ernährung. Es wird wegen seines guten Geschmacks, seiner Vielseitigkeit und seines hohen Eiweißgehalts sehr geschätzt. Sein Aroma, seine schnittfeste, fleischähnliche Struktur und die hervorragende Zusammensetzung seiner Nährstoffe verdankt Tempeh dem Prozeß der Fermentation. Fermentation ist ein Vorgang, der uns zu einer ganzen Reihe beliebter Nahrungsmittel verhilft, so z.B. Käse (den man mit Bakterien und Schimmelpilzen herstellt), Joghurt (der mit Milchsäurebakterien angesetzt wird) oder Brot (das mit Hefe gebacken wird).
So wird bei der Herstellung von Tempeh das Ausgangsmaterial (Getreide, Hülsenfrüchte, Pseudogetreide) mit einem Edelschimmelpilz vermischt, der es dann während der Fermentation mit einem dichten, weißen Pilzgeflecht durchzieht. Dieser Prozess ist vergleichbar mit der Camembert-Herstellung, bei der auch ein Edelschimmelpilz für die weiße, weiche Oberfläche und das typische Aroma des Käses sorgt. Während dieser Fermentation werden die Inhaltstoffe praktisch von diesem Edelschimmelpilz "vorverdaut", wodurch sie eine Aufwertung erfahren und von unserem Körper besser aufgenommen und verwertet werden können. An dieser Stelle möchten wir auf den Artikel "Vegane Proteinquelle: Tempeh aus Sojabohnen" der AOK hinweisen. [Artikel jetzt lesen]
Tempeh wird frisch, getrocknet, gekühlt oder tiefgefroren vermarktet. Es wird in Scheiben geschnitten, naturbelassen, frittiert, mariniert, gewürzt, gebraten… zubereitet. In Geschmack und Konsistenz erinnert es an gebratenes Hähnchen, leckeres Kalbskotelette oder an Fischfilet – wobei die Geschmacksempfindungen bekanntlich unterschiedlich ausgeprägt sind... Sein sehr angenehmes frisches, leicht süßliches Aroma hat Ähnlichkeit mit Nüssen, Käse, Pilzen oder auch frisch verbackener Hefe.
Tempeh ist vollmundig und sättigend und deshalb besonders gut geeignet, die Stelle von Fleisch, Geflügel oder Fisch einzunehmen. So ist es eine wichtige Eiweißquelle in der vegetarischen und veganen Küche. Es ist vielseitig einsetzbar und die Zubereitung erfordert nur wenige Minuten. Es gibt hunderte von Tempehrezepten, sowohl mit asiatischem Touch, als auch welche, die auf den „westlichen“ Geschmack zugeschnitten sind. So lassen sich Burger, Sandwiches, „Schnitzel“, Brotsaufstriche, cremige Salatsoßen u.v.m. daraus herstellten.
Es gibt viele verschiedene Sorten von Tempeh, welche sich in 5 verschiedene Grundtypen einteilen lassen:
- Tempeh aus Hülsenfrüchten (Sojabohnen, Lupinen, Kichererbsen, Linsen…)
- Tempeh aus Getreide/Pseudogetreide und Hülsenfrüchten (Getreide: Roggen, Dinkel, Gerste, Hafer…; Pseudogetreide: Buchweizen, Hirse, Reis…; Hülsenfrüchte: Ackerbohnen, Erbsen, Linsen…)
- Reines Getreidetempeh und Tempeh aus Pseudogetreide (Roggen, Dinkel, Gerste, Hafer, Buchweizen, Hirse, Reis…)
- Preßkuchentempeh
- Tempeh aus anderen Samen
Wenn man reines Getreide, oder Getreide und Hülsenfrüchte zusammen für die Herstellung von Tempeh verwendet, erhält man ein Tempeh, das wegen der Eiweißverstärkung besonders hochwertiges Protein enthält. Allerdings muß das Getreide granuliert, oder eben geschliffen sein, da das Pilzmyzel die festen äußeren Kleieschichten/Schalen der Getreidekörner nicht durchdringen kann. Und somit schliesst sich an dieser Stelle der Kreis zu unserer eigenen Getreideschleiferei.
Die Bio Genuss Manufaktur legt ihr Hauptaugenmerk bei der Herstellung von Tempeh im Allgemeinen auf die Grundtypen 1 und 2 und im speziellen auf den Grundtyp 3.
Warum im speziellen beim Grundtyp 3?
In Deutschland leben, Stand April 2025, ungefähr 840.000 Mitbürger, die von Zöliakie betroffen sind. Je nach Ausprägung der Unverträglichkeit und der Tatsache, dass die Allergieauslösenden Stoffe in vielen Lebensmitteln enthalten sind, ist deren täglicher Speiseplan z.T. recht klein, bzw. eingeschränkt.
Es ist uns ein persönliches Anliegen, daß wir auch für Zöliakie betroffene ein sicheres und verträgliches Lebensmittel für ihren Speiseplan auf Basis der Glutenfreiheit bereitstellen wollen – und hierzu ist das Pseudogetreide bestens geeignet!
Was ist Pseudogetreide?
Bei Pseudogetreide (z.B. Buchweizen (s.Bild - Buchweizen in der Blüte), Hirse...) handelt es sich um Körner und Samen verschiedener Pflanzen, die ähnlich wie Getreide verwendet werden, aber im Gegensatz zu echtem Getreide nicht zur Familie der Süßgräser gehören – mit der Ausnahme von Hafer.
Pseudogetreide verwendet man in der Küche gleich wie normales Getreide und stellt Gerichte und Produkte her wie z.B.: Suppen, Salate, Süßspeisen, Müslis, Bratlinge, Mehl UND eben Tempeh. Einzig klassische Backwaren wie Brot und Brötchen lassen sich aus Pseudogetreiden nur bedingt backen, da sie kein Gluten enthalten und ihre Teige daher nicht aufgehen.
Unsere Bienenprodukte
Willi, Chef unserer Bioland zertifizierten Bienen - ohne ihn läuft nichts...
Mit derzeit 16 Wirtschaftsvölkern hat er immer etwas zu tun - vor allem von Ende April bis ca. Mitte Juni ist er Tag und Nacht mit Leidenschaft im Dauereinsatz und belustigt seine Mädels, damit sie nicht "Stiften" gehen. Täglich gehen diese mit viel Freude an die Arbeit und bringen Nektar für die Honigproduktion, Pollen für den Nachwuchs und Propolis für die Abdichtung und Gesunderhaltung ihrer jeweiligen Völker mit nach Hause. Da unser Verhälnis zu Willi und seinen Mädels ein sehr Gutes ist, dürfen wir auch an diesen Produkten teilhaben und diese über unseren Shop Euch anbieten.
Nach diesen turbulenten Wochen wird es am Bienenstand etwas ruhiger und Willi darf die ersten Früchte seiner fleißigen Mädels genießen. Auf dem Bild seht ihr Ihn bei der Qulitätskontrolle des diesjährigen Honigs. Das Sprichwort: "Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte" bestätigt sich immer wieder - sein zufriedener Gesichtsausdruck und seine Gelassenheit bestätigen uns, dass die hohen Qualitätsanfoderungen erfüllt sind und wir somit wieder ein Produkt der Spitzenklasse für Euch ins Glas bringen dürfen.
Herzlichen Dank an Willi und seine Mädels - und Jungs natürlich auch...




